Die Welt mit anderen Augen sehen

Das ist unsere Welt

Gibt es Anlass, sich Sorgen zu machen über unsere Welt und die Zukunft der Menschheit?

Werden die Weltbevölkerungsexplosion, der unkontrollierte Konsum und der Klimawandel das Aussterben der Spezies Mensch in unmittelbarer Zukunft herbeiführen?

Eines ist sicher: Die Menschheit ist im 21. Jahrhundert in eine einzigartige Phase ihrer Geschichte eingetreten. Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist der Mensch gezwungen, die Erde als Ganzes zu sehen, denn die Probleme, die in den kommenden Jahrzehnten gelöst werden müssen, sind globale Probleme, die die nationalen Regierungen nicht allein lösen können. Diese Probleme betreffen die ganze Menschheit.
Weltbevölkerungsexplosion, überbevölkerte Städte, Landflucht und das damit verbundene Wachstum der Armenviertel, Verknappung von Wasser-, Nahrungs- und Energiereserven, Zerstörung der tropischen Regenwälder, Umweltverschmutzung, Wüstenausdehnung, Artensterben, die Folgen des Klimawandels…….., die Liste der globalen Probleme, mit denen die Menschheit gezwungen ist, sich im 21. Jahrhundert auseinanderzusetzen, ist beeindruckend und die Fakten sprechen eine ziemlich klare Sprache. Dennoch sind die Aussichten besser, als allgemein angenommen.
In “Das ist unsere Welt” werden Sie erfahren, warum es trotz all dieser Probleme nicht nur Grund zum Optimismus gibt, sondern, dass eine optimistische Einstellung letztendlich die einzig vernünftige ist. Da der Mensch der Urheber der Probleme ist, mit denen er sich im 21. Jahrhundert auseinanderzusetzen hat, liegt es auch in seiner Macht, sie zu lösen. Die Chance für die etwas mehr als 7 Milliarden Menschen, die derzeit die Erde bevölkern, liegt im kreativen Potenzial der Menschheit und den neuen technischen Möglichkeiten, wie zum Beispiel den modernen Telekommunikationsmitteln, die einen Wissensaustausch ermöglichen in einem Ausmaß, wie es ihn vorher noch nie gegeben hat. Wir können nicht wissen, wie die Welt in 40-50 Jahren aussehen wird, aber wir können viel dazu beitragen, sie in einem positiven Sinn zu verändern. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Willy Brandt hat das einmal so ausgedrückt: “Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.”
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Die Erde ist ein wunderbarer Planet und bei einer Betrachtung unserer Welt kommt man nicht daran vorbei, sich näher mit dem Planeten zu beschäftigen, der unser aller Heimat ist. Die Erde bildet den einzigen Lebensraum im ganzen Universum, der zu uns passt. Wir alle sind untrennbar mit diesem Planeten und seiner Entwicklungsgeschichte verbunden.
Bilder, wie sie uns moderne Teleskopen und Weltraumsonden seit Jahrzehnten liefern, stellen uns aber auch unmittelbar vor Augen, was unsere Heimat denn letztendlich ist: ein Staubkorn im Weltall. Aber dieses Staubkorn steckt voller Dynamik und birgt noch viele unerforschte Rätsel und Überraschungen. Seit der Entstehung unseres Planeten sind 4,5 Milliarden Jahre vergangen, während denen sich das Gesicht und die Merkmale der Erde ständig gewandelt haben. Wir beginnen, dank neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, immer deutlicher zu begreifen, dass die Erde ein ganzheitliches System bildet, in dem alles mit allem zusammenhängt.
Nichts auf der Erde kann nur für sich allein existieren. Das Leben auf unserer Erde beruht auf zahlreichen Wechselwirkungen, die nicht einfach zu durchschauen sind.
Mehr dazu in “Das ist unsere Welt
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Der Mensch ist ohne Zweifel das vollkommenste Lebewesen auf diesem Planeten und man darf den menschlichen Organismus mit Recht als wahres Wunderwerk betrachten. Sein Potenzial und seine Fähigkeiten sind enorm. Aber aus der räumlichen Ferne betrachtet ist der einzelne Mensch ein Nichts in den «unendlichen» Weiten des Weltalls.
Das Alter des Universums schätzen die Kosmologen auf rund 15 Milliarden Jahre. Aus der zeitlichen Ferne betrachtet ist der menschliche Organismus nicht mehr, als das vorläufige Resultat einer Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen ist.
Und die Forschung hat schon seit langem dargelegt und zum Teil auch bewiesen, dass die Wirklichkeit, die sich uns erschließt mit unserem Verstand und unseren fünf Sinnen, nur ein winzig kleiner Teil der ganzen Wirklichkeit sein kann.

Das ist unsere Welt” nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch eine Welt, die sich uns mal schön, mal grausam, mal erfreulich und mal bedrohlich präsentiert, letztendlich aber die bestmögliche ist, die für uns Menschen infrage kommt.

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Ein kurzer Besuch

Seit der Steinzeit (sie begann vor rund 2,6 Millionen Jahren und endete, als die Menschen zum ersten Mal Metalle als Werkstoff verwendeten, also vor rund 9000 Jahren) haben insgesamt auf der Erde schätzungsweise knapp 110 Milliarden Menschen gelebt, die Hälfte davon in den letzten zweitausend Jahren.

Die 7 Milliarden, die heute die Erde bevölkern, machen also nur etwas mehr als 6 Prozent aller Menschen aus, die jemals auf der Erde gelebt haben.

  94 Prozent der Menschen, die auf diesem Planeten gelebt haben, sind nicht mehr da und in nur 100 Jahren werden so gut wie alle Menschen, die zurzeit auf der Erde leben, tot sein.

  Man schätzt das Alter unseres Planeten auf rund 4,5 Milliarden Jahre. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Menschen in einem modernen Industrieland liegt zwischen 70 und 80 Jahren. Wenn ein Mensch 75 Jahre alt wird, dann beträgt seine Lebensdauer ein sechzigmillionstel Teil des Erdalters. Wenn wir das Alter der Erde in Ge-danken auf 1,9 Jahre reduzieren, dann dauert ein Menschenleben nur eine einzige Sekunde.

Im Vergleich mit dem Alter unseres Planeten dauert ein Menschenleben also nicht länger als ein Wimpernschlag. Oder wenn wir uns vorstellen, die gesamte Evolution unseres Planeten würde wie ein Film vor uns ablaufen, dann entspricht die Dauer eines Menschenlebens dem Bruchteil einer Sekunde, in der wir die Augen aufmachen, um uns ein einziges Bild dieses Films anzuschauen.

Ob König oder Paria, Weltstar oder Straßenputzer, ob steinreich oder bettelarm, jeder von uns ist nur kurz, sehr kurz zu Besuch auf diesem Planeten.

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Der größte Lebensraum

Mit einer durchschnittlichen Tiefe von 3730 Metern und einem Wasservolumen von insgesamt 1,35 Milliarden Kubikkilometern bedecken sie knapp 70% (361 Millionen Quadratkilometer) der Erdoberfläche und bilden mit hoher Wahrscheinlichkeit den Ursprungsort allen Lebens auf der Erde: die Ozeane (manche Wissenschaftler vermuten, dass der Ursprung des Lebens im Erdinneren zu suchen ist). Ab 300 Meter Tiefe endet die Lichtzone und es herrscht völlige Dunkelheit. Mit zunehmender Tiefe steigt der Wasserdruck um 1 bar pro 10 Meter. In 10 000 Metern Tiefe herrschen extreme Lebensbedingungen: auf jedem Quadratzentimeter lastet eine Tonne Gewicht.

Die tiefste bisher bekannte Stelle ist der Marianengraben mit 11 034 Metern unter dem Meeresspiegel.

Der «Census of Marine Life», ein aus 80 Nationen bestehendes Forscherteam, begann im Jahr 1999 ein Inventar der ozeanischen Lebensformen aufzustellen. Nach 10 Jahren Bestandsaufnahme berichten die Forscher von 20 000 bisher unbekannten Meereslebewesen (auf jede neu entdeckte Art kommen nach Meinung der Forscher vier unbekannte Arten). 250 000 höhere ozeanische Lebewesen sind bisher wissenschaftlich beschrieben, davon allein 100 000 in den Korallenriffen (geschätzte Zahl: 500 000 bis 2 Millionen).

Der Buckelwal bringt 30 Tonnen Gewicht auf die Waage und verschlingt mit einem einzigen Happen 480 000 Kalorien.

Auch das größte Gehirn der Erde ist heimisch in einem Meeresbewohner: das Gehirn eines Pottwals wiegt 9,5 Kilogramm.

Der Blauwal ist mit seinem 200 Tonnen schweren Körper und seinen 30 Metern Länge das größte und schwerste tierische Lebewesen, das es jemals auf der Erde gegeben hat.

In den durch das Sonnenlicht durchflutenden Bereichen produziert das Phytoplankton jährlich 20 Milliarden Tonnen Biomasse und absorbiert so viel Kohlendioxid wie alle Wälder des Festlandes zusammen. Meeresalgen produzieren bis zu 70% des Sauerstoffs, der sich in der Atmosphäre befindet.

Meeresströmungen steuern das Klima der Erde und vermischen die warmen mit den kalten Wassermassen. Die Wärmespeicherfähigkeit der Ozeane stabilisiert die Erdtemperatur und 434 000 Kubikkilometer verdunstetes Meerwasser pro Jahr halten den Wasserkreislauf am Laufen.

Lesen Sie mehr in “Das ist unsere Welt” (356 Seiten; Paperback)


Ozeane: Überblick

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