Die Welt in Zahlen

Zahlen über die Welt auf eine amüsante Art und Weise präsentieren: die Website «gapminder.org» ist vielseitig, lehrreich und ein absolutes «Highlight» zum Thema Statistiken. Laut Aussage von Hans Rosling, Mitbegründer der «Gapminder Foundation», geht es in der Hauptsache darum, anhand von ausgewählten Statistiken, eine realistische Sicht der Welt zu vermitteln und so mit einer Reihe von Mythen aufzuräumen. «Wir sind darum bemüht, zu innovieren und neue Methoden zu verbreiten, um zu einem besseren Verständnis der globalen Entwicklung der Welt zu kommen». Für Hans Rosling sollte die Beschäftigung mit Statistiken nichts Langweiliges sein, alles kommt eben darauf an, wie Letztere präsentiert werden.
Hier sind meine Empfehlungen, um sich in das reichhaltige Angebot etwas einzuarbeiten. Begeben Sie sich zunächst einmal auf die Hauptseite dieser Website.
Um einen ersten Eindruck davon zu bekommen, dass und wie man Statistiken auf eine amüsante Art und Weise präsentieren kann, würde ich empfehlen, dass Sie sich zunächst einmal das eine oder andere Video anschauen. Klicken Sie dazu oben im Hauptmenü  auf «Videos», um die Liste der angebotenen Filme zu öffnen. Sehr zu empfehlen ist der Film «The Joy of Stats» (59 unterhaltsame und lehrreiche Minuten). Dieses Video kann man sich auch bei «Youtube» anschauen (dazu einfach den Titel in den Suchkasten eingeben und auf «Enter» drücken). Mit einem entsprechenden Programm («free-studio» zum Beispiel) können Sie den Film auf Ihre Festplatte herunterladen. Sehr, sehr gut gemacht ist auch die Präsentation zum Thema «Steigender Wohlstand weltweit» (Titel: «200 Countries, 200 Years, 4 Minutes). Das Video müsste im Prinzip direkt oben in der Liste erscheinen. Einen interessanten Vergleich der drei Wirtschaftsmetropolen Mumbai, Shanghai und New York einerseits, sowie Washington, Beijing und Neu-Delhi andererseits finden Sie in der Liste unter dem Titel: «Shanghai, New York, Mumbai».
Das Herzstück dieser Website ist die Rubrik «Data». Klicken Sie oben auf der Hauptseite in der Menü-Leiste auf «Data», um die entsprechende Seite zu öffnen. Eine Liste mit 25 statistischen Indikatoren wird angezeigt. Um die ganze Liste zu öffnen (mehr als 500 !!), einfach oben auf der Seite (direkt unter dem Titel «List of indicators in Gapminder World») von 25 auf «All» umstellen. Machen Sie einmal folgenden Versuch: geben Sie in den Suchkasten die englischen Begriffe «extreme poverty» (extreme Armut) ein. Zwei Indikatoren werden angezeigt. Klicken Sie auf «visualize» (ganz rechts in der ersten Zeile). Ein neues Fenster öffnet sich. Klicken Sie oben am Rand der Grafik auf «how to use» und schauen Sie sich das Video ein- oder zweimal an, um zu verstehen, wie man die Animationsgrafiken richtig nutzt.

Für oder gegen die Todesstrafe

Die Menschenrechtsorganisation «Amnesty International» veröffentlicht jedes Jahr Zahlen über die Anzahl der zum Tode verurteilten Menschen. Zurzeit warten weltweit zwischen 19 000 und 24 000 Menschen auf ihre Hinrichtung. Schätzungsweise (die Dunkelziffer ist ziemlich groß) werden jedes Jahr mehrere tausend Urteile vollstreckt. Jeden Tag werden Menschen von anderen Menschen enthauptet, aufgehängt, erschossen, durch Giftinjektion oder auf dem elektrischen Stuhl umgebracht. Über 90% der vollstreckten Todesurteile finden in nur 6 Staaten statt.

Zahl der Hinrichtungen für das Jahr 2009
China: mindestens 1700 (geschätzt: über 5000)
Iran: mindesten 388
Irak: mindestens 120
Saudi-Arabien: mindestens 69
USA: 52
Jemen: mindestens 30

Immer wieder kommt es vor, dass durch Fehlurteile Unschuldige umgebracht werden. Wenn auch außer Frage steht, dass für viele Schwerverbrecher die Strafe nicht groß genug sein kann, gemessen an dem, was sie anderen Menschen zugefügt haben, so stellt es sich, bei näherer Betrachtung doch heraus, dass die Todesstrafe äußerst fragwürdig ist. Der Grund: wir «bestrafen» Menschen, indem wir sie an einen Ort schicken, von dem wir nichts wissen und den wir selbst nie betreten haben.
(Ausschnitt aus “Das ist unsere Welt” ; 356 Seiten, paperback)

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