Grönlands Eis vor dem Aus

melting ice

«Grönlands Eis vor dem Aus»?
So lautet der Besorgnis erregende Titel eines Artikels der luxemburgischen Tageszeitung «Tageblatt» vom 27. November 2013. Anlässlich der Klimakonferenz in Warschau ist es denn auch kein Wunder, dass wir wieder mit den katastrophalen Folgen der weltweiten Erderwärmung konfrontiert werden. Diesbezügliche Statistiken sollen dem Leser klarmachen, wie ernst die Lage ist. Satellitengestützte Studien zeigen, dass die Netto-Eismasse, die innerhalb der letzten zehn Jahre von der grönländischen Insel ins Meer geschmolzen ist, runde 200 Milliarden Tonnen pro Jahr beträgt. 200 Milliarden Tonnen, das ist in der Tat eine ungeheure Zahl. Um diese Entwicklung noch bedrohlicher erscheinen zu lassen, wird vorgerechnet, dass der weltweite Meeresspiegel um 7 Meter steigen wird, wenn das ganze Eis Grönlands einmal weggeschmolzen ist. Dass ein solcher Meeresspiegelanstieg hunderte von Millionen Küstenbewohner vor ernsthafte Probleme stellen wird, steht außer Zweifel.
Angesichts solcher Tatsachen machen sich unzählige Menschen ernsthafte Sorgen um die Zukunft unseres Planeten. Machen Sie sich anhand folgender Rechnung ihre eigene Meinung, wie berechtigt solche Sorgen sind. Die gesamte Eismasse Grönlands wird auf 2,67 Millionen Gigatonnen geschätzt (eine Gigatonne, das sind eine Milliarde Tonnen). Auf der 2,16 Millionen Quadratkilometer großen Insel «ruhen» derzeit also:
2 670 000 x 1 000 000 000 = 2 670 000 000 000 000 Tonnen Eis.
Wie lange dauert es demzufolge, bis das ganze Eis verschwunden ist?
2 670 000 000 000 000 / 200 000 000 000 = 13 350 Jahre !!
Auf ein ähnliches Resultat kommt man, wenn man in Kubikkilometern rechnet. Für die Jahre 2006 – 2009 gibt der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ein Nettoverlust des grönländischen Eisvolumens von 273 Kubikkilometern pro Jahr an (wieder eine äußerst beeindruckende Zahl). Aber auch hier gilt es, den Netto-Verlust mit dem Gesamtvolumen in Bezug zu setzen. Geschätztes Gesamtvolumen des Grönlandeises: 2 900 000 km3. Teilt man diese Zahl durch die 272 km3, erhält man wieder einmal die Zeit in Jahren, die es dauert, bis kein Grönlandeis mehr da ist: 10 622 Jahre. Diese Rechnung deckt sich übrigens mit den Forschungsresultaten einer Forschergruppe um den Geophysiker Scott B. Luthke, die behaupten anhand von Satellitenmessungen festgestellt zu haben, dass die Gesamtmasse des Grönlandeises derzeit um lediglich 1% pro Jahrhundert abnimmt!! (100 x 100 = 10 000 Jahre, bis kein Grönlandeis mehr da ist).
Mal ganz abgesehen davon, dass niemand auf dieser Welt in der Lage ist, vorauszusehen, wie die Lebensbedingungen auf dieser Welt sich innerhalb der nächsten paar hundert, schon gar nicht innerhalb der nächsten paar tausend Jahre verändern werden , müsste doch zumindest klar geworden sein, was von dem Titel des am Anfang erwähnten Artikels (und ähnliche gibt es unzählige) zu halten ist.

Lesen Sie auch meinen ausführlichen Artikel zum Thema «Klimawandel».

Lesen Sie auch über die Ergebnisse eines groß angelegten Projektes (North Greenland Eemian Ice Drilling), an dem hunderte von Wissenschaftlern aus 14 Ländern beteiligt waren und die den üblichen Schreckensszenarien im Zusammenhang mit der Eisschmelze in Grönland deutlich widersprechen (anhand einer 2,5 Kilometer tiefen Eiskernbohrung wurde erforscht, wie sich die letzte große Warmzeit vor 130 000 Jahren – es war damals 8 Grad wärmer als heute –  auf die Eisschmelze in Grönland ausgewirkt hat).

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