Kindersterblichkeit in der Welt nimmt ab

Laut neueren Berichten der Kinderhilfsorganisation UNICEF starben im Jahr 2011 knapp 7 Millionen Kinder bevor sie 5 Jahre alt waren (häufigste Ursachen: Mangelernährung, Durchfall, Malaria und Lungenentzündung). Das sind mehr als 19 000 jeden Tag oder ein Kind alle 5 Sekunden. In manchen Ländern liegt die diesbezügliche Kindersterblichkeitsrate sogar über 180 pro tausend Kinder (zum Vergleich: in Japan oder Deutschland sind es weniger als 4).
Das mag (und das soll auch) erschrecken.
Dennoch sind es 2011 weltweit 5 Millionen weniger als im Jahr 1991.
Desgleichen sank der Weltdurchschnitt von 90 bis auf 63 pro tausend (Lexas – Kindersterblichkeit)
Zu beachten ist überdies, dass 2011 allein in Indien, Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo, Pakistan und China 3,5 Millionen Kinder unter 5 Jahren starben, also die Hälfte aller Fälle weltweit.
Dass die Kindersterblichkeit auch in Zukunft signifikant zurückgehen kann, ergibt sich aus der Tatsache, dass die Methoden zu deren Bekämpfung in der Regel relativ wenig Aufwand und keine allzu bedeutenden finanziellen Mittel erfordern (Aufklärung für werdende Mütter, Antibiotika, mehr Impfungen bei Kleinkindern und Moskitonetze zum Beispiel). So konnte beispielsweise in einem der ärmsten Länder der Welt, in Bangladesch, die Kindersterblichkeit innerhalb der letzten 20 Jahre um 67 Prozent gesenkt werden.
Wenn auch das Milleniumsziel der Vereinten Nationen, die Kindersterblichkeit weltweit zwischen 1990 und 2015 um zwei Drittel zu senken, nicht erreicht werden kann, so bleibt doch zu erwähnen, dass auf nationaler und regionaler Ebene zahlreiche Staaten (Tansania, Nepal, Brasilien, Äthiopien, Bangladesch) die von der UNO gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen haben.
Es liegt also vor allem an den nationalen Regierungen auch in Zukunft das nötige Geld zur Verfügung zu stellen für eine bessere Gesundheits- und Trinkwasserversorgung, für Bildung und das Notwendige zu tun zur Bekämpfung der Armut.

Kindersterblichkeit Kindersterblichkeit2Übrigens, dass es auf dieser Welt nicht an Geld fehlt, um allen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, zeigt folgende Statistik: Das Stockholmer Institut für Friedensforschung hat ausgerechnet, dass die Welt pro Jahr 1,5 Billionen Dollar für Militärzwecke ausgibt, das sind 1500 Milliarden Dollar, also im Durchschnitt 47 564 Dollar pro Sekunde.

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