Die Einheit alles Seienden

Alle Lebewesen enthalten Kohlenstoff, brauchen Wasser zum Überleben, bestehen aus Zellen, enthalten als Erbanlage eine DNS und benutzen den gleichen genetischen Code, pflanzen sich fort und vererben ihre Eigenschaften auf ihre Nachkommen. Alle Wirbeltiere haben ähnlich aufgebaute Gliedmaße (fünfstrahlige Vorderextremitäten zum Beispiel) und sieben Halswirbel. Tausende verschiedener Enzyme steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen in lebenden Organismen. Ohne Enzyme wäre Leben in den uns bekannten Formen nicht möglich. Enzyme sind Eiweißstoffe, die aus Aminosäuren zusammengesetzt sind. Es sind Kettenmoleküle unterschiedlicher Länge, die aus 20 verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt sind. Eines dieser Enzyme trägt den Namen Cytochrom C und besteht aus 104 Aminosäuren (immer die gleichen oben erwähnten 20 Säuren, von denen also jede mehrfach vorkommt). Die Reihenfolge dieser 104 Aminosäuren bestimmt die Spezifizität, also die Funktion des betreffenden Enzyms. Im Falle des Cytochrom C ist es die Sauerstoffübertragung innerhalb der Zelle. Cytochrom C befindet sich in jeder lebenden Zelle, die es auf diesem Planeten gibt oder seit Urzeiten gegeben hat, von der Urzelle bis zu den 50 000 Milliarden Zellen, aus denen sich der menschliche Organismus zusammensetzt. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Enzym durch reinen Zufall noch ein zweites Mal im Laufe der irdischen Entwicklungsgeschichte hätte bilden können, ist Null (und dasselbe trifft zu für tausende anderer Enzyme).
Wie anders als durch Verwandtschaft ließen sich diese, allen Lebewesen gemeinsamen Merkmale, erklären?
Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass alles Leben auf dieser Erde miteinander verwandt ist.
Ein erwachsener Mensch atmet pro Minute im Durchschnitt ein dutzend Mal ein und aus, also mehr als 17 000-mal am Tag. Mit jedem Atemzug atmen wir einen halben Liter Luft aus (hauptsächlich Kohlendioxid, Sauerstoff und Stickstoff), also 8 500 Liter Luft (oder 8,5 Kubikmeter) pro Tag.
7 Milliarden Menschen atmen jeden Tag 59,5 Milliarden Kubikmeter Luft aus (und dieselbe Menge atmen sie ein), die zusammen ein Gewicht von 77 Millionen Tonnen haben (1 Liter Luft wiegt 1,293 Kilogramm). Zigmilliarden Luftmoleküle, die von Menschen jeden Tag ausgeatmet werden, verbreiten sich in der Atmosphäre und der Wind trägt sie um die ganze Welt.
Seit es Menschen gibt, ist das Wasser, das sie trinken, immer das gleiche. Auf der Erde bleibt die Wassermenge immer gleich groß und der Wasserkreislauf trägt die Wassermoleküle um die ganze Welt. Alle Lebewesen dieser Erde atmen die gleiche Luft und trinken das gleiche Wasser.
Wissenschaftliche Studien, die belegen, dass alles Irdische miteinander verbunden ist, häufen sich in neuerer Zeit. Diese Verbundenheit zeigt sich nicht nur in der Entwicklung moderner Telekommunikationstechniken und den damit verbundenen Folgen, also der zunehmenden digitalen Vernetzung der Weltbevölkerung, sondern auch auf einer noch viel subtileren Ebene, der Ebene der allgegenwärtigen Schwingungen.
(Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in “Das ist unsere Welt“; 356 Seiten; Paperback)

 

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