Mit Optimismus in eine bessere Zukunft

Earthsymphony

«Wir sind Optimisten. Wir glauben, die Welt kann besser werden. Aber wir sind auch ungeduldige Optimisten. Wir wissen, die Welt wird nicht von allein besser, Menschen müssen etwas dafür tun ………… Der Ausgangspunkt von unserer Stiftung war ein ganz simpler Gedanke: jedes Menschenleben ist gleich viel wert. Folglich sollten auch alle Menschen, egal wo sie leben, die Chance haben, ein gutes Leben zu führen. Wenn man aber die Schlagzeilen über das Geschehen in armen Ländern liest, könnte man denken, wir machen keine Fortschritte. Doch, wir vermindern die Ungerechtigkeit derzeit schneller als je zuvor in der Menschheitsgeschichte. Millionen HIV-Infizierte, die früher einmal glaubten, nur noch auf den Tod warten zu können, erhalten nun die notwendige Behandlung für ein langes, gesundes Leben. Eltern, die früher ihre Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Durchfall und Lungenentzündung starben sahen, haben heute Zugang zu lebensrettenden Impfstoffen. Ein wichtiger Grund für diese Fortschritte ist auch die großzügige Hilfe der Menschen in Deutschland. Das Geld, das Deutschland für Entwicklungshilfe ausgibt ist kein großer Posten im Haushalt, zwei Prozent, aber es bringt den Menschen, die es brauchen, lebensrettende Hilfe, es hilft den Ländern, leistungsfähigere Gesundheitssysteme aufzubauen. Darauf könnt ihr alle stolz sein. Ich habe eine Zukunftsvision, ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel, wenn man sich ernsthaft dafür einsetzt. Wir wollen, dass ein Kind in einem armen Land genau die gleiche Chance hat zu überleben und zu gedeihen wie ein Kind in einem wohlhabenden Land. Wir können die Armut in der Welt auf ein sehr niedriges Niveau reduzieren und das können wir innerhalb einer Generation erreichen. Wir können diese Welt zu einem besseren Ort machen, indem wir die Entwicklung von Impfstoffen und auch die Verbreitung von Verhütungsmitteln zur Familienplanung unterstützen. Ich möchte diesen Bamby all denen widmen, die dieses Anliegen unterstützen, den ungeduldigen Optimisten, der Generation, die eine Welt schaffen wird, in der jedes Menschenleben den gleichen Wert hat, nicht nur in der Theorie, sondern in der Realität».

Das sind die Worte eines Mannes (anlässlich der Bamby-Verleihung 2013 in Berlin), der schon sehr früh in seinem Leben all das erreicht hat, wovon die meisten nur träumen: beruflicher Erfolg, Reichtum und Ruhm.
Bill Gates hat schon einmal unser aller Leben verändert. Die Vision, die er mit 22 Jahren hatte, nämlich die, dass in jedem Haushalt der Welt ein (Personal)-Computer steht, hat sich für Milliarden Menschen inzwischen verwirklicht. Mit Microsoft ist Bill Gates zum reichsten Mann der Welt geworden.

Heute möchte er mit seinem sozialen Engagement ein zweites Mal die Welt verändern. Er hat sich dazu  entschieden, den größten Teil seines Reichtums dazu zu verwenden, die Lage derer zu verbessern, die es am nötigsten haben. 1999 gründet er zusammen mit seiner Frau die «Bill & Melinda Gates Stiftung» (Stiftungskapital: 36,4 Milliarden Dollar), die inzwischen Projekte in über hundert Ländern weltweit unterstützt.  Bill Gates ist davon überzeugt, dass es möglich ist, die Kindersterblichkeit in der Welt und die Krankheiten, die als deren Hauptursachen gelten (Malaria, Mangelernährung, Durchfall und Lungenentzündung), erheblich zu verringern. Für Bill und Melinda ist jedes Leben auf diesem Planeten gleich viel wert. Um ihr Ziel zu verwirklichen, arbeiten Bill und Melinda mit einem unermüdlichen Engagement vor Ort.

Es nützt also nichts, immer nur auf die Probleme hinzuweisen und darüber zu klagen, wie schlimm es noch kommen könnte. Wenn sich alle diejenigen, die in heutiger und in vergangener Zeit Bücher und Artikel geschrieben und veröffentlicht haben über düstere Zukunftsszenarien (und solche Schriften gibt es mehr als genug), sich des Schadens bewusst wären, den sie mit ihren Schriften verursacht haben, würde mancher es sich wahrscheinlich anders überlegen. Die wenigsten Menschen machen sich Gedanken darüber, wie groß die Verantwortung ist, die man auf sich nimmt, wenn man sich über Themen äußert, die die Zukunft der ganzen Menschheit betreffen. Jeder wird reichliche Beispiele aus dem Alltagsleben finden, dass gerade die Angst vor dem Eintreffen eines Ereignisses letzteres mit größerer Wahrscheinlichkeit eintreffen lässt. Nicht Angst, Zweifel und Pessimismus, sondern Zuversicht und Vertrauen sind die besseren Ratgeber.

Mehr Menschen sollten sich dazu bereitfinden, das Positive an allem hervorzuheben, damit ein Bewusstseinswandel eintreten kann. Das heißt nicht, dass die Probleme kleingeredet werden sollen, aber die Akzente sollten auf die Möglichkeiten gelegt werden, die sich anbieten, um die Probleme zu lösen. Die Welt braucht Menschen, die andere antreiben, die Ideen haben, solche, die anderen Mut machen, Menschen, die Visionen haben. Visionen, die andere ermutigen, sich an die Arbeit zu machen, um die Zukunft in einem positiven Sinn zu gestalten. Bill und Melinda Gates sind solche Menschen.

Kindersterblichkeit in der Welt nimmt ab

Laut neueren Berichten der Kinderhilfsorganisation UNICEF starben im Jahr 2011 knapp 7 Millionen Kinder bevor sie 5 Jahre alt waren (häufigste Ursachen: Mangelernährung, Durchfall, Malaria und Lungenentzündung). Das sind mehr als 19 000 jeden Tag oder ein Kind alle 5 Sekunden. In manchen Ländern liegt die diesbezügliche Kindersterblichkeitsrate sogar über 180 pro tausend Kinder (zum Vergleich: in Japan oder Deutschland sind es weniger als 4).
Das mag (und das soll auch) erschrecken.
Dennoch sind es 2011 weltweit 5 Millionen weniger als im Jahr 1991.
Desgleichen sank der Weltdurchschnitt von 90 bis auf 63 pro tausend (Lexas – Kindersterblichkeit)
Zu beachten ist überdies, dass 2011 allein in Indien, Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo, Pakistan und China 3,5 Millionen Kinder unter 5 Jahren starben, also die Hälfte aller Fälle weltweit.
Dass die Kindersterblichkeit auch in Zukunft signifikant zurückgehen kann, ergibt sich aus der Tatsache, dass die Methoden zu deren Bekämpfung in der Regel relativ wenig Aufwand und keine allzu bedeutenden finanziellen Mittel erfordern (Aufklärung für werdende Mütter, Antibiotika, mehr Impfungen bei Kleinkindern und Moskitonetze zum Beispiel). So konnte beispielsweise in einem der ärmsten Länder der Welt, in Bangladesch, die Kindersterblichkeit innerhalb der letzten 20 Jahre um 67 Prozent gesenkt werden.
Wenn auch das Milleniumsziel der Vereinten Nationen, die Kindersterblichkeit weltweit zwischen 1990 und 2015 um zwei Drittel zu senken, nicht erreicht werden kann, so bleibt doch zu erwähnen, dass auf nationaler und regionaler Ebene zahlreiche Staaten (Tansania, Nepal, Brasilien, Äthiopien, Bangladesch) die von der UNO gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen haben.
Es liegt also vor allem an den nationalen Regierungen auch in Zukunft das nötige Geld zur Verfügung zu stellen für eine bessere Gesundheits- und Trinkwasserversorgung, für Bildung und das Notwendige zu tun zur Bekämpfung der Armut.

Kindersterblichkeit Kindersterblichkeit2Übrigens, dass es auf dieser Welt nicht an Geld fehlt, um allen Menschen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, zeigt folgende Statistik: Das Stockholmer Institut für Friedensforschung hat ausgerechnet, dass die Welt pro Jahr 1,5 Billionen Dollar für Militärzwecke ausgibt, das sind 1500 Milliarden Dollar, also im Durchschnitt 47 564 Dollar pro Sekunde.

Wenn Sie als Privatperson direkt und gezielt Entwicklungsprojekte unterstützen möchten, dann lade ich Sie ein, sich einmal folgende Website anzuschauen: «www.globalgiving.org» Auf der Hauptseite links im Menü können Sie bestimmte Bereiche und Regionen anklicken und sich die Projekte anschauen.

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