Müllkippe Erde

Im Durchschnitt produziert jeder Mensch 250 Kilo Haushaltsabfall pro Jahr, das sind weltweit 1,75 Milliarden Tonnen, wovon in etwa zwei Drittel entsorgt werden; der Rest bleibt irgendwo liegen. Weniger als 10% werden recycelt. Führend bei der Produktion von Haushaltsmüll sind die USA mit 760 Kilo pro Kopf und pro Jahr.
Derzeit werden jedes Jahr 40 Millionen Tonnen elektronische Geräte (Computer, Fernseher, Video- und Audiorekorder, Mobiltelefone usw.) auf den Müll geworfen (Tendenz steigend). Zahlreiche Industrieländer exportieren den Elektromüll in Entwicklungsländer.
Von den 500 Milliarden Plastiktüten, die jedes Jahr weltweit verbraucht werden, wird nicht einmal 1% recycelt.
Die größte Müllhalde ist das Meer, in dem schätzungsweise bis zu 100 Millionen Tonnen Abfall schwimmen, das meiste davon ist Plastik. Laut UNESCO-Schätzungen werden jedes Jahr bis zu 500 Millionen Tonnen giftige Substanzen in die Meere geleitet.
Anstatt zu recyceln, was sich recyceln lässt, landen zwei Drittel des weltweiten produzierten Abfalls in der Natur, verseuchen Flüsse, Seen, Meere, Grundwasser, die Luft und den Boden und gefährden unsere Gesundheit.
Je größer die produzierten Abfallmengen, umso geringer ist die Effizienz, mit der wir die Ressourcen nutzen, die uns (noch) zur Verfügung stehen.
Versinkt die Menschheit nach und nach in ihrem eigenen Dreck?
Besonders schlimm erscheint die Problematik des Abfalls, wenn man bedenkt, dass die Hälfte der weltweit produzierten Lebensmittel zu Abfall wird.
Mehr zu diesem Thema in: “Das ist unsere Welt” (356 Seiten; Paperback)

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