Hunger nimmt weltweit ab

Schlechte Nachrichten erhalten wir jeden Tag über die Medien mehr als genug, also macht es durchaus Sinn, mit guten Nachrichten etwas dagegenzuhalten.

Laut Berichten der Welternährungsorganisation FAO («The State of Food Unsecurity in the World 2013») ist die Zahl der Hungernden in der Welt innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte von 24% bis auf 14% der Weltbevölkerung gesunken. Sogar im subsaharischen Afrika (mit Südasien eine der beiden am meisten betroffenen Regionen) hat sich die Zahl der Hungernden von rund 33 Prozent der Gesamtbevölkerung bis auf 25 Prozent verringert.

Als Hauptursachen gelten ein besserer Zugang zu Nahrung sowie ein globaler Rückgang der Armut. In den Entwicklungsländern allgemein soll die extreme Armut im Zeitraum 1990 – 2008 von 47 bis auf 24% gesunken sein (als extrem arm werden Menschen bezeichnet, die mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag leben müssen). Außerdem sei festzustellen, dass in den entsprechenden Ländern die Verfügbarkeit an Nahrung (dazu gehört auch die Vielseitigkeit des Angebots) schneller gestiegen ist als die Bevölkerungszahlen.

Dass die Verfügbarkeit an sauberem Wasser und die Nahrungsmittelproduktion sehr eng miteinander zusammenhängen, versteht sich von selbst. Aber auch hier sind erhebliche globale Fortschritte zu verzeichnen. Im Jahr 1990 hatten 24% der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser, heute sind es noch lediglich 12%.

Also : dass die Zahl der hungernden Menschen auf der Welt immer noch zu hoch ist angesichts der Tatsache, dass genug Nahrung produziert wird, um alle 7 Milliarden Menschen ausreichend zu ernähren, das streitet sicher niemand ab. Es nützt jedoch nichts, sich immer und immer wieder über solche Zahlen zu beklagen, ohne entsprechende Handlungen folgen zu lassen, die dazu dienen, den Hunger zu bekämpfen (denken Sie einmal darüber nach, wieviel Nahrung bei Ihnen zuhause jeden Monat im Mülleimer landet und was Sie dagegen tun könnten).

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