Diese ewigen Pessimisten

Vor einigen Tagen hielt ich das neulich veröffentliche Buch «Countdown» von Alan Weisman in den Händen. Hier die Kurzbeschreibung von der Amazon-Bestellseite : «Der Countdown hat begonnen: Die Erde kann uns nicht mehr lange (er)tragen. Alan Weisman hat 21 Länder bereist und zeigt, wie nur eine drastische Reduzierung der Bevölkerungszahl unser Überleben auf der Erde sichern kann – provokativ und Augen öffnend! Wir können den zeitlichen Wettlauf nicht gewinnen – immer mehr Menschen produzieren immer mehr Müll, verbrauchen mehr Ressourcen und stoßen mehr CO₂ aus. Bisherige Versuche, die großen Umweltkatastrophen abzuwenden, indem wir den Konsum einschränken und auf erneuerbare Energien umsteigen, kommen gegen die Folgen einer stetig wachsenden Bevölkerung nicht an. Einziges Lösungsszenario für unser Überleben ist, dass wir weniger Menschen werden. Aber was bedeutet das für uns persönlich? Können und wollen wir Menschen zwangsverpflichten, kein oder nur ein Kind zu bekommen? Wie kann so eine gravierende Veränderung in verschiedenen Kulturen durchgesetzt werden? Alan Weisman beschreibt packend, wie eine globale Bevölkerungsreduzierung funktionieren kann – politisch, ökonomisch und vor allem auch menschlich!»

Mal abgesehen von der irrtümlichen Annahme, dass die Weltbevölkerungsexplosion das Hauptproblem ist für die globalen Probleme, mit denen sich die Welt derzeit auseinander-setzen muss (ich lade Sie ein, die Seiten 80 – 97 in meinem Buch «Das ist unsere Welt» zu lesen, um sich eines Besseren zu belehren), handelt es sich hier mit großer Wahrscheinlichkeit wieder einmal um ein sogenanntes Endszenarien-Buch, wie es sie schon in Hülle und Fülle gibt. Schon in den 1980er Jahren häuften sich die Veröffentlichungen über eine mögliche Eskalierung der Probleme und einer damit verbundenen globalen Katastrophe für die Menschheit: «Die letzten Jahre der Menschheit» von Theo Löbsack; «So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen» von Hoimar v. Ditfurth; «Der Dritte Weltkrieg» vom ehemaligen NATO-General Sir John Hackett oder «Schaffen wir das Jahr 2000?» von Gerd E. Hoffmann sind nur ein paar Beispiele unter vielen aus dieser Zeit.

Vor ein paar Monaten hat sich auch wieder einmal der (legendäre) «Club of Rome» zu Wort gemeldet mit einem Krisenbericht für das Jahr 2052 und (wie fast nicht anders zu erwarten war) eine düstere Zukunft für die Menschheit prognostiziert. Schon einmal (vor 40 Jahren) machte die 1968 gegründete Organisation (in der Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft vereinigt sind) von sich reden mit der Veröffentlichung des Berichtes «Die Grenzen des Wachstums» aus dem Jahr 1972. Der Bericht erregte weltweite Aufmerksamkeit. Keine der damals vorhergesagten Entwicklungen ist eingetreten!! (Lesen Sie auch hier: “Die verheerende Mär von der Öko-Apokalypse“)

Das ist auch der Grund warum ich das Buch von A. Weisman gar nicht erst gelesen habe. Solche Bücher und Berichte verursachen nichts als Angst und Unsicherheit bei den Menschen und verkennen die Tatsache, dass die Zukunft offen ist (der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt hat das einmal mit den Worten ausgedrückt:  «Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten»).

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