Wissen ist Macht

Je mehr Wissen wir haben, umso mächtiger sind wir, daran besteht kein Zweifel. Wenn wir auch noch lernen, richtig mit dieser Macht umzugehen, besteht Grund zu hoffen, dass wir in der Lage sind, eine bessere Welt zu schaffen. Ein sehr tiefsinniges Beispiel in diesem Zusammenhang gibt es in einer Partnerschaft zwischen zwei Menschen, die sich lieben und Vertrauen zueinander haben. In solch einer Partnerschaft besitzen beide die Macht, den anderen glücklich zu machen.
Wie Sie sehen, bekommt das Wort «Macht» hier eine ganz andere Bedeutung. Aber genau in diesem Sinn sollten wir den Satz «Wissen ist Macht» auffassen. Wissen soll uns in erster Linie dazu dienen, die richtigen Entscheidungen im Leben zu treffen. Und wenn man die richtigen Entscheidungen im Leben trifft, dann tritt der Erfolg mit Sicherheit ein.
Wissen baut auch die Macht der Ausstrahlung eines Menschen auf. Es verschafft uns ein höheres Bewusstsein, wenn wir gute Texte lesen (schöne und inhaltsreiche Gedichte zum Beispiel), wenn wir uns mit den großen Schöpfungen in der bildenden Kunst, der Musik und Literatur beschäftigen. Unsere Gedankenmodelle verändern sich und wir sehen das Leben mit anderen Augen.
Wir sollten aber auch im Auge behalten, dass es zwei Arten von Wissen gibt. Menschen, die sich viel Wissen angeeignet haben, bezeichnet man üblicherweise als gescheite Menschen und mit Recht. Sie kennen sich besonders gut aus in einem oder mehreren Fächern oder Lebensbereichen.
Ohne den Wert solchen Wissens schmälern zu wollen, wäre dem aber hinzuzufügen, dass man sehr wohl gescheit sein mag, aber dennoch schlechte oder falsche Entscheidungen treffen kann, wenn es einem an gesundem Menschenverstand fehlt. So gibt es Menschen, die über relativ wenig intellektuelles Wissen verfügen, aber sie entscheiden sich meistens richtig, weil sie gelernt haben, auf ihre innere Stimme zu hören, weil sie kreativ denken und handeln können und weil sie auch Entscheidungen mit dem Herzen treffen und nicht nur mit dem Kopf. Blaise Pascal hat das einmal so ausgedrückt: «Das Herz hat seine Gründe, die die Vernunft nicht kennt».
Wir sollten danach streben, uns so viel Wissen anzueignen, wie es nur möglich ist und lernen, dieses Wissen richtig zu gebrauchen, zum größten Nutzen unserer selbst und unserer Mitmenschen.
(Ausschnitt aus “Autonomes Lernen im Internet“;  164 Seiten; Paperback)

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