Die ganz andere Realität

Die rasanten Erfolge der modernen Naturwissenschaften innerhalb der letzten drei- bis vierhundert Jahre haben dazu geführt, dass derzeit unzählige Menschen (wahrscheinlich die große Mehrheit der Menschheit) einem Weltbild anhaften, das man als wissenschaftliches Weltbild bezeichnen könnte. Sie sind davon überzeugt, dass nur das real ist und wirklich existiert, was sich wissenschaftlich erforschen läßt. Und sollte es noch etwas geben, wofür die Wissenschaft noch keine Erklärung bereit hat, dann kann man davon ausgehen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis dementsprechende Erklärungen gefunden werden.

  Diese Menschen werden in ihrer Weltanschaung bestärkt durch die Tatsache, dass es der Wissenschaft gelungen ist, die Entstehung des menschlichen Erdenkörpers und einer seiner fortgeschrittendsten Fähigkeiten, das Denken, naturgesetzlich zu erklären (Evolutionsgesetze).

  Wie sich aber herausgestellt hat, gibt es sowohl für die Vernunft wie für unsere Sinneswahrnehmungen unüberwindbare Grenzen. Wir können nur erahnen, wie ungeheuer groß der Bereich dessen ist, was wir nicht verstehen und nicht wahrnehmen können.

  Erinnern wir an dieser Stelle noch einmal an die Aussage Albert Einsteins: «Das Wissen darum, dass das Unerforschliche wirklich existiert und dass es sich als höchste Wahrheit und strahlendste Schönheit offenbart, wovon wir nur eine dumpfe Ahnung haben können – dieses Wissen und diese Ahnung sind der Kern aller wahren Religiosität. In diesem Sinne, und in diesem allein, zähle ich mich zu den echt religiösen Menschen».

  Weitere Aussagen von anderen Wissenschaftlern (!!) zeigen in dieselbe Richtung. Hier sind einige Beispiele:

«Die gelegentlich gehörte Meinung, dass wir im Zeitalter der Weltraumfahrt so viel über die Natur wissen, dass wir es nicht mehr nötig haben, an Gott zu glauben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Bis zum heutigen Tag hat die Naturwissenschaft mit jeder neuen Antwort wenigstens drei neue Fragen entdeckt. Nur ein erneuerter Glaube an Gott kann die Wandlung herbeiführen, die unsere Welt vor der Katastrophe retten kann. Wissenschaft und Religion sind dabei Geschwister, keine Gegensätze» (Werner von Braun, deutscher Physiker, Raketen- und Raumfahrt-Tech-niker).

«Materie an sich gibt es nicht, es gibt nur den belebenden, unsichtbaren, unsterblichen Geist als Urgrund der Materie …., den ich nicht scheue, Gott zu nennen.» (Max Planck, deutscher Physiker,  Begründer der Quantentheorie).

«Der Glaube bringt genug Licht für diejenigen, die glauben wollen, und genug Schatten, um diejenigen mit Blindheit zu schlagen, die es nicht wollen» (Blaise Pascal, französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker).

«Es lohnt sich nicht, sich die Köpfe einzuschlagen, weil man verschiedener Meinung ist, denn die Wirklichkeit ist von einer Art, dass man sie im Grunde nicht begreifen kann.» (Hans Peter Dürr, deutscher Physiker und Autor, dreimal im Direktorium des Max-Planck-Instituts für Physik, nämlich 1970–71, 1977–80 und zuletzt nochmals 1987–1992).

«Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding» (Erwin Schrödinger, österreichischer Physiker und Wissenschaftstheoretiker, Mitbegründer der Quantentheorie).

«Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller seiner Überlegungen». (Max Planck).

«Was wir wissen, ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ein Ozean» (Isaac Newton).

«Die existierenden wissenschaftlichen Begriffe passen jeweils nur zu einem sehr begrenzten Teil der Wirklichkeit, und der andere Teil, der noch nicht verstanden ist, bleibt unendlich» (Werner Karl Heisenberg, einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts).

  Und noch einmal Albert Einstein: «Jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, gelangt zu der Überzeugung, dass sich in den Gesetzen des Universums ein Geist manifestiert, ein Geist, der dem des Menschen weit überlegen ist, und gegenüber dessen wir uns mit unseren beschränkten Kräften demütig fühlen müssen».

  Wie kommt es dazu, dass solch eingefleischte Wissenschaftler wie Albert Einstein, Max Planck, Werner von Braun, Isaac Newton, Werner Heisenberg und viele andere, solche Aussagen machen?

  Menschen, die sich lange genug mit Wissenschaft und erkenntnistheoretischen Aspekten beschäftigen, erkennen irgendwann einmal die Grenzen wissenschaftlicher Forschung. Sie erkennen somit auch, dass die Welt, die sich wissenschaftlich erforschen läßt, nicht die ganze Wirklichkeit sein kann. Die Wissenschaft selbst ist also in der Lage, auf eine jenseitige oder transzendente Wirklichkeit hinzuweisen.

  Konkrete Indizien für die Existenz solch einer jenseitigen Wirklichkeit finden sich unter anderem in der Quantenphysik. Eines dieser Indizien möchte ich im Folgenden etwas näher erläutern.

  Anders als in der klassischen Physik, die die Welt auf einer Wirklichkeitsebene beschreibt und erklärt, die uns Menschen erfahrbar und wahrnehmbar ist (als bestbekanntes Beispiel sind die Ende des 17. Jahrhunderts von Isaac Newton aufgestellten Gesetze der klassischen Mechanik zu nennen), wurden die Gesetze der Quantenphysik aufgestellt, um das zu verstehen und zu beschreiben, was sich im Bereich der kleinsten Bestandteile der Welt abspielt, also auf der Ebene von Atomen und deren Bestandteilen (Elektrone, Protone usw.). In der klassischen Physik gelten das Kausalitätsprinzip und das Prinzip  der Lokalität. Das bedeutet: ein Ereignis A an einem bestimmten Ort wird bewirkt durch eine bestimmte Ursache B an einem anderen Ort (sie hören ein lautes Geräusch – Ereignis A – da im Nachbarort eine heftige Explosion stattgefunden hat  – Ursache B für das Ereignis A). Zwischen Ereignis und Ursache gibt es einen räumlichen und einen zeitlichen Zusammenhang. Das heißt: zwischen A und B gibt es eine Art der Informationsübertragung im Raum (Schallwellen werden in der Luft über eine bestimmte Distanz transportiert und erreichen Ihr Ohr) und einen Zeitverzug, da die Wirkung nicht gleichzeitig mit der Ursache stattfinden kann. Grundsätzlich gilt, dass alle Ereignisse, also die Welt im großen Ganzen, berechenbar sind. Das galt auch noch, nachdem Einstein Anfang des 20. Jahrhunderts seine Relativitätstheorie veröffentlicht hatte («Gott würfelt nicht»).

  In der Quantenmechanik ist das anders: …….

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